Walcheren
Seit 1871 ist Walcheren keine Insel mehr, sondern durch den Sloedam mit Zuid-Beveland verbunden. Walcheren ist eine Halbinsel, die viele Veränderungen durchmachen musste. Im zweiten Weltkrieg wurden die Deiche besonders um Westkapelle, Vlissingen und Veere bombardiert. Die Folge war, dass große Teile der Insel monatelang unter Wasser standen. Trotz dieser schweren Zeit für die damalige Insel hat sich Ihr typischer Charme erhalten.
Das Landschaftsbild von Walcheren wird durch eine hohe Dünenkette geprägt, die sich schon im 13. Jahrhundert gebildet hat.
Die Halbinsel beherbergt gleich zwei der größeren Städte von Zeeland. So liegt die Hauptstadt Middelburg im Südosten von Walcheren. Kultur wird in Middelburg groß geschrieben. So findet sich dort nicht nur eines der bedeutendsten gotischen Rathäuser der Niederlande, sondern auch viele weitere Sehenswürdigkeiten wie eine Abtei, das Stadttor Koepoort, der Lange Jan oder das Zeeuws Museum. Eine besonders bei Touristen beliebte Attraktion ist der Vergnügungspark Miniatuur Walcheren, in dem die Halbinsel Walcheren im Maßstab 1:20 mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten nachgebaut ist.
Die zweite große Stadt auf Walcheren ist Vlissingen. Vlissingen ist eine Hafenstadt an der Südküste von Walcheren. Auch ist Vlissingen ein wichtiger Standort für den Hafen von Antwerpen. Lotsen leiten von hier aus die großen Frachter weiter durch die enge Fahrrinne der Westerschelde. Besonders beeindruckend in Vlissingen ist die Strandpromenade, die einzige mit Südausrichtung in den ganzen Niederlanden, mit einem traumhaften Blick auf die Skyline der Stadt. Auch an Sehenswürdigkeiten mangelt es in Vlissingen nicht. So kann man dort unter anderem „Fort Rammekens“ besichtigen, was als ältestes Seefort Westeuropas gilt.
Walcheren ist somit eine Halbinsel, die mehr als nur einmal im Zeeland-Urlaub besucht werden sollte.